In 43 Jahren haben sich doch so einige Lebensstationen ergeben. Ich muss dazu sagen, dass ich mich in allen Städten, in denen ich längere Zeit mein Quartier aufschlug, wohl gefühlt habe.
Lübenschule
10 Jahre POS in der DDR verlebte ich in dieser Schule. Es war eine
schöne Zeit. Danke Frau Nause, Frau Sommer, Herr Brand, Frau Weimar,
Herrn Heinemann, Herrn Thiele, Herrn Oswald, Frau Binner, Frau
Spörke.
Betriebsberufsschule des VEG(P)
In dieser Schule war ich von 1980 bis 1983. Hier erlernte ich den wunderschönen Beruf des Landwirts und machte mein Abitur. Herr Hahn, Herr Kalisch, Herr Seiler und andere Lehrer haben uns eine gute Grundlage für das weitere Leben mitgegeben.
Von 1983 bis 1986 war ich als Militärkraftfahrer im Kommando der Landstreitkräfte eingesetzt. Ich hatte das Glück, einen richtig "lieben" Chef zu haben. Genaralmajor Wolfgang Büttner, Chef der Armeefliegerkräfte (Kampfhubschrauber). Als persönlicher Fahrer habe ich in 2 1/2 Jahren mit ihm viel erlebt. Er war ein ganz netter Chef. Potsdam war eine wunderschöne Stadt. Wildpark West und das Havelland unvergesslich. Hier habe ich auch einen echten Freund kennen gelernt: Jürgen Schulze - Spitzname "Stulle" (warum wusste er selbst nicht mehr). Leider haben wir uns nach der Armeezeit aus den Augen verloren.
Ab 1986 bis 1990 war ich als Student an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Martin Luther Universität in Halle/Saale. Eine alte Universitätsstadt, eine Alma Mater, die es ihren Schützlingen anfangs schwer machte, den Charme der Stadt zu erkennen. Ich war nicht der Direktstudent, den man sich vorstellte. Im Landrain wohnend, wo man mit dem Finger in einem Astloch in der Wand feststellen konnte welch Wetter draußen herrschte, konnte ich mich nicht so erwärmen, dort eine Dauerbehausung zu beziehen. Auch HaNeu (Halle-Neustadt) mit dem Flair seiner Betonsilos konnte mich eher nicht überzeugen, dafür noch Miete zu zahlen.
Viel mehr war ich hier der Einzelgänger, der sich seine "schönen" Seiten von Halle selbst entdeckte. Es gibt sehr viele geschichtsträchtige Gebäude, die in meiner Studienzeit noch den Hauch derer ausströmten, die hier mal die Sitze in den Hörsälen drückten. Generationen von Studenten schwitzten hier. Generationen von klugen Köpfen wurden hier geprägt. Das fand ich interessanter als die Studentenparties. Den beliebten "Turm" besuchte ich nur zwei Mal...
1990 bis 1999 wirkte ich in Aschersleben. Kurz nach der Wende bestand die Frage: Was will ich mit meine abgeschlossenem Studium machen? Zur Debatte stand Daimler (Landmaschinen) in Rastatt im Schwarzwald oder der Sprung in die Selbstständigkeit. Da unser Sohn gerade geboren war, wollte ich keine Trennung haben. Daher habe ich bei einer Mineralölgesellschaft unter einem "blauen Diamanten" eine Großtankstelle gepachtet, die ich bis 1999 mit meiner Frau und einigen Angestellten betrieb.
1999 bis 2000 besuchte ich einen MCSE Lehrgang in Thale. Eigentlich eine sehr schöne Zeit, die mir den Grundstein für meinen weiteren Lebensweg ebnete.
Ab dem Jahr 2000 arbeitet ich bei regiocom. Dies mache ich bis heute. Sehr nette Kollegen und eine interessante und abwechslungsreiche Arbeit machen den täglichen Arbeitsweg von insgesamt 130 km erträglich.
Hier finden Sie Stationen unseres Lebens. Wo waren wir? Welche Städte gaben uns eine Heimat, wenn auch vorübergehend?